Sprachreisen vs Work and Travel in England


Tschüß Deutschland, hallo Welt! Du kennst deine Heimat wie deine Jackentasche und willst endlich mal etwas Neues entdecken? Im Ausland lernst du neue Kulturen und Menschen kennen und kannst gleichzeitig deine Sprachkenntnisse erweitern. Bei diesem Gedanken stellt sich allerdings schon die erste Frage:

Was ist besser für dich geeignet – eine Sprachreise oder Work and Travel?

Bei einer Sprachreise steht natürlich die Verbesserung deiner Sprachkompetenzen ganz oben auf der Agenda und ist die Priorität deiner Reise. Solch ein Angebot wahrzunehmen ist sehr positiv, vor allem für einen späteren möglichen Arbeitgeber. Heutzutage sind verhandlungssichere Englischkenntnisse bei vielen Jobs vorausgesetzt und weitere Sprachen gerne gesehen. Damit wären wir auch schon bei den Vorteilen einer Sprachreise. Man reist ins Ausland und besucht dort zum größten Teil seiner Zeit einen Sprachkurs. Dieser ermöglicht eine deutliche Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse in sehr kurzer Zeit, das Level steigt rasant, oft schon in wenigen Wochen.

Eine typische Sprachreise besteht zumeist aus Unterrichtsstunden, in denen die Theorie besprochen wird. Häufig kommt dazu ein Freizeitprogramm, in dem die Schüler das Erlernte in der Praxis umsetzen können, da man die Sprache am besten lernt, wenn sie gesprochen wird. Für die Zeit des Aufenthaltes, in dem der Sprachkurs stattfindet, befindet man sich immer am selben Ort. Viele Sprachreisen werden als Pauschalreisen angeboten, d.h. Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Kurs werden im Voraus als ein Gesamtpaket angeboten. Ebenso besteht die Möglichkeit, die eigene Reise individuell zu planen.

Die Kosten für eine zweiwöchige Pauschal-Sprachreise liegen bei ca. 3000€ aufwärts, abhängig von Land und Saison.

Wie der Name schon sagt, ist Work and Travel eine Kombination aus Arbeiten und Reisen im Zielgebiet. Zu beachten ist, dass man in vielen Ländern ein anderes Visum zum Arbeiten braucht, als das normale Touristenvisum.

Bei Work and Travel lebt man sehr viel in den Tag hinein. Oft kaufen sich junge Leute einfach ein Flugticket für ihre Wunsch-Destination und eventuell buchen sie noch eine Unterkunft für die ersten beiden Nächte. Vor Ort angekommen sehen sie dann, wie alles abläuft. Solch ein Aufenthalt ist deutlich spontaner als eine geplante Sprachreise mit geregeltem Tagesablauf. Wie oben bereits erwähnt, ist Work and Travel eine Mischung aus Arbeiten und Reisen, genauer gesagt arbeitet man so lange, bis man wieder genug Geld gespart hat, um weiter reisen zu können. Daraus resultiert ein häufiger Ortswechsel. Ist das Geld verbraucht, sucht man sich wieder eine neue Arbeit, an dem Ort, an dem man sich gerade befindet. Die Jobs sind häufig Baby- oder Dogsitting, Putzen etc. und werden nicht zwangsläufig bezahlt. Oft wird vereinbart, dass den Arbeitnehmern für die Arbeit ein Schlafplatz und Verpflegung gewährt wird.

Die Kosten bei Work and Travellern sind eher nicht zu pauschalisieren. Sie sind abhängig von Lebensstandard, Jobs, Art der Unterkunft etc.

Fazit:

Eine Sprachreise bietet den Vorteil, die Sprache intensiv und schnell von professionell ausgebildeten Lehrkräften zu erlernen. Man hat einen geregelten Tagesablauf den der Sprachkurs bestimmt, lernt aber ebenso die Kultur und Menschen der Region kennen. Was für den ein oder anderen vielleicht ein Nachteil sein mag, ist, dass man in dieser Zeit nur einen kleinen Teil des bereisten Landes sieht.

Work and Travel dagegen bietet ein Vielzahl an Möglichkeiten, man lebt in den Tag hinein und kann spontan hin und her reisen, solange genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stehen. Bei dieser Form des Auslandsaufenthaltes mag ein Nachteil sein, dass man unterwegs viele Nicht-Muttersprachler trifft und die Sprache so grammatikalisch nicht korrekt lernt. Ebenso besteht die Möglichkeit, dass man sich unfreiwillig einen Dialekt angewöhnt, der im professionellen Bereich später nicht so gut ankommt.

Plant man einen Auslandsaufenthalt, sollte man sich von Vornherein klar sein, was die Priorität der Reise sein soll – die Reise und das Abenteuer oder die Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse.

Wer sich nicht entscheiden kann, könnte optional an einen Sprachkurs eine Reise durch das Zielgebiet anschließen und hätte somit aus beiden Möglichkeiten eine Kombination.